Keratitis superficialis pigmentosa Keratitis superficialis chronica n. Überreiter Pannus

Autorin: Dr. med. vet. Sunayana Mitra

Schäferhundkeratitis, Gefäßeinsprossung mit Pigment

Schäferhundkeratitis, Gefäßeinsprossung mit Pigment

1.Definition

Die Keratitis superficalis chronica nach Überreiter, auch Keratitis pigmentosa, Pannus oder Schäferhund-Keratitis genannt, ist eine progressive, entzündliche Erkrankung der Hornhaut, die zur Blindheit führt.

Sie wird bei entsprechender Veranlagung durch Überempfindlichkeit auf UV-Strahlen ausgelöst.

Es können alle Hunderassen betroffen sein, wobei der Deutsche Schäferhund (DSH) und Hüterassen am häufigsten vertreten ist (daher auch der Name Schäferhund - Keratitis).

2. Klinisches Erscheinungsbild

Die Entzündung der Hornhaut tritt stets in beiden Augen auf, kann aber unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Sie beginnt typischerweise mit einem geröteten, verdickten Herd an Bindehaut der weißen Lederhaut (Sklera) im äußeren Augenwinkel.

Von dieser Stelle aus sprießen Gefäße in die Hornhaut, die zunächst Granulationsgewebe und später schwarzes Pigment mitbringen, das sich bis über die Pupille hinzieht (Abb. 2).

Es kann im Verlauf der Krankheit der gleiche Prozess von der Bindehaut des inneren Augenwinkels her entstehen, sodass im Endstadium die ganze Hornhaut verdickt und schwarz pigmentiert ist. Damit hat der Hund sein Sehvermögen verloren (Abb. 3).

Meist ist das 3. Augenlid, die Nickhaut, mit betroffen. Sie erscheint gerötet und besonders an ihrem schwarzen Saum speckig verdickt (Abb. 4).

Diese entzündliche Verdickung von Nickhaut und Hornhaut beruht auf der Invasion von Mastzellen, die von Immunreizen gesteuert werden und die man Pannus nennt.

3. Therapie

Die Behandlung des Endstadiums ist sehr aufwendig und schmerzhaft für den Hund. Ist die Hornhaut einmal mit schwarzem Pigment durchsetzt, müssen alle pigmentierten Hornhautschichten abgetragen werden. Da es sich um eine Immunerkrankung handelt, bildet sich das Pigment auf neue UV-Strahlenreize wieder. Es ist möglich, dies durch Bestrahlung der Hornhaut mit ß-Bestrahlung zu verhindern, wobei der Hund narkotisiert und in Spezialkliniken behandelt werden muss. Auch hoch dosierte Kortisonaugentropfen und immun suppressive Augensalben können ein Rezidiv nicht ausschließen.

Daher ist es wichtig, die Veranlagung seines Hundes für diese UV-Strahlen induzierte Hornhautentzündung zu erkennen. Bei der geringsten, herdförmigen Entzündung im Bereich der weißen Lederhaut (Sklera) am äußeren Augenwinkel sollte man einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Gefährdeten Hunden sollte man auch eine Sonnenschutzbrille aufsetzen, die als Hundebrille unter www.dog-goes.com im Internet anzusehen ist. Wir haben die „Hundebrille“ in verschiedenen Größen in unserer Praxis vorrätig und helfen gerne beim Anprobieren.

Zusätzlich muss eine lebenslängliche Behandlung der Augen mit entzündungshemmenden und immunsuppressiven Augentropfen erfolgen.


 


Sonnenschutz für Hunde

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Sonnenbrille für Hunde

Die Sonnenbrille für Hunde

Hundebrille in verschiedenen Größen

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KCS und KSC enden mit Blindheit durch Pigment

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Dieser Hund sieht nichts mehr, weil die Hornhaut nicht durchsichtig ist

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beide Augen sind blind, eine Therapie kann wieder zum Sehen verhelfen

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Keratitis superficialis chronica, schmerzhafte Entzündung mit Narbengewebe

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erfolgreiche Therapie, der Hund sieht wieder

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Schutz gegen die von UV-Strahlen ausgeköste Hornhautentzündung

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