Virus-Infektionskrankheiten

Autorin: Dr. med. vet. Sunayana Mitra

Hunde

Staupe

Infektionsmodus direkt und indirekt über Menschen/Geräte.

Staupevirus hält sich in Räumen und an Kleidern einige Tage.

Desinfektion ist mit virusabtötenden Desinfektionsmitteln durchzuführen.

Inkubationszeit: 3 - 6 Tage. Ansteckung im Mutterleib ist möglich.

Krankheitsausbruch mit 4 - 6 Wochen nach Abklingen der maternellen Antikörper.

Klinik: Erstsymptome sind hohes Fieber, Fressunlust und Mattigkeit, anschließend entwickeln sich vielgestaltige Krankheitsbilder wie Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Lähmungen, Krämpfe oder blasiger Hautausschlag sowie Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels.

Dauerschäden können sein: Verhaltensstörungen, Epilepsie. Bei Erkrankung im Alter des Zahnwechsels entsteht das sog. Staupegebiß (Zahnschmelzdefekt)

Vorbeugung: Impfen der Welpen ab der 8. Lebenswoche.

2- 3 Grundimmunisierungen bis nach der 18. Lebenswoche, dann alljährlich.

HCC - ansteckende Leberentzündung

Infektion: über direkten Kontakt zu Speichel, Harn und Kot befallener Tiere.

Inkubationszeit: 2 - 5 Tage

Klinik: Der Krankheitsverlauf ist bei Welpen meist schwer und schnell. Sie sterben mitunter plötzlich und ohne vorherige Krankheitssymptome.

Bei einem langsamen Verlauf der Krankheit ähneln die Symptome der Staupe. Die Hunde zeigen zusätzlich häufig eine starke Schmerzhaftigkeit im Bauchbereich und haben Schleimhautblutungen.

Spätschäden sind oftmals Trübungen der Hornhaut, auch Erblindung.

Vorbeugung: Impfung ab der 8. Lebenswoche in Kombination mit Staupevaccine, alljährliche Auffrischung.

Leptospirose

Infektion: durch Speichel und Harn befallener Tiere. Indirekt durch kontaminierten Boden, Wasser sowie Ratten und Mäuse.

Inkubationszeit: 4 - 12 Tage.

Die Leptospirenausscheidung beginnt am 7.Tag nach der Infektion und kann bis zu 4 Jahren dauern.

Klinik: Die Symptome sind vielfältig: Fieber, Erbrechen, Durchfall, geschwürige Veränderungen der Mundschleimhaut, Schwäche, Atmembeschwerden, Lähmungserscheinungen, Gelbsucht bei Leberschädigung, verminderte Harnausscheidung bei Nierenschädigung.

Vorbeugung: Impfung von Welpen ab der 8. Lebenswoche in Verbindung mit Staupe und HCC.

Parvovirose

Das Parvovirosevirus ist ein sehr umweltstabiles Virus; es bleibt im infizierten Kot mindestens 1/2 Jahr ansteckungsfähig.

Infektion: direkt am Kot anderer Hunde, indirekt durch an Menschenkleidern und Gegenständen anhaftende Viren.

Inkubationszeit: 7 - 14 Tage

Klinik: Das Krankheitsbild ist unterschiedlich: Welpen unter 3 Monaten sterben oft plötzlich aufgrund einer Herzmuskelentzündung.

Die ersten Anzeigen sind Fressunlust, fast unstillbares Erbrechen und Durchfall.

Ältere Hunde zeigen eine schwere Magen-Darm-Entzündung mit Fieber, Erbrechen, massivem, oft blutigem Durchfall, Mattigkeit und Kreislaufversagen durch Austrocknung (Elektrolytverlust).

Vorbeugung: Impfung ab der 6.-7. Lebenswoche bis zur 18. Lebenswoche, danach 1 x jährlich.

Gefährdete Zwinger: 14-tägige Serumgabe ab der 3. bis zur 9. Lebenswoche, danach aktive Impfung.

Tollwut

Infektion: durch Biss (Speichel), Harn oder Kot gelangt das Virus durch die verletzte Haut in die Muskulatur, über Nervenbahnen in das Gehirn und/oder Rückenmark.

Inkubationszeit: 14 - 60 Tage, aber auch 6 - 12 Monate.

Klinik: Fieber, Wesensveränderungen, Speichelfluss, starrer Blick, Veränderung der Stimme, Lähmungserscheinungen, zentralnervöse Störungen.

Der Krankheitsverlauf ist immer tödlich.

Eine Virusausscheidung kann 1 - 13 Tage vor dem Auftreten klinischer Erscheinungen erfolgen.

Link zur Tollwut-Verordnung:

http://www.mugv.brandenburg.de/v/lbsvet/TEILA/A1_4_7.PDF

Zwingerhusten-Komplex = infektiöse Tracheobronchitis


Inkubationszeit: 2 - 30 Tage

Klinik: Zuerst trockener, anfallsartiger Husten. Anschließend Fieber und Störung des Allgemeinbefindens. Komplikationen sind eitrige Bronchitis und Lungenentzündung.

Vorbeugung: Impfungen gegen Zwingerhustenkomplex vor dem saisonalen Auftreten,

vor dem Beginn der Arbeit auf dem Übungsplatz oder vor Aufenthalten in Tierpensionen.

Der Impfschutz hält ca. 6 Monate.

Borreliose

Infektion: durch Zeckenbiss

Inkubationszeit: 2 - 5 Monate

Klinik: Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Fieber, Gelenkschwellungen, -schmerzen, Lahmheiten, Lähmungen.

Vorbeugung: Äußerliche Zeckenbekämpfung am Hund (Spot-on Tropfen, Sprays, Zeckenhalsbänder).

Impfung gegen Borreliose nach Borreliose-Antikörper-Test.

Katzen

Katzenseuche > Feline Parvovirose (infektiöse Panleukopenie, IPL)

Das Virus ist sehr stabil, es hält sich bei Zimmertemperatur 1 Jahr lang in der Wohnung .

Infektion: direkt von Tier zu Tier durch alle Sekrete und Exkrete, indirekt über Menschen sowie Futterschüsseln und Katzenklos.

Inkubationszeit: 4 - 12 Tage. Nachweis des Virus im Kot.

Klinik: Erbrechen, unstillbarer, flüssiger und stinkender Durchfall führen zu Elektrolytverlust. Der Abfall der weißen Blutkörperchen führt zur allgemeinen Abwehrschwäche. Folgen sind Schockniere und Tod.

Vorbeugung: Grundimmunisierung der Katzenwelpen ab der 7. Lebenswoche,

2 - 3 x im Abstand von 4 Wochen impfen, danach 1 x jährliche Widerholungsimpfung.

Die Impfung ist wegen der indirekten Übertragungsmöglichkeit auch für reine Hauskatzen notwendig.

Katzenschnupfen-Komplex



• Felines Herpes-Virus (Rhinotrachitis),

• Felines Calici-Virus (Infektiöse Katzenrhinitis),

• Parainfluenza Viren (+ Chlamydien + Bakterien)



Infektion: direkt über Niesen/Husten, über Speichel, indirekt über Menschen, Gegenstände

Inkubationszeit: 2 - 5 Tage

Klinik: Erkrankung der Atemwege, Nekrosen an der Eintrittsstelle (Bindehäute, Hornhaut, Mundschleimhaut), später eitriger Nasenausfluss. Bei langer Krankheit nekrotisiert die Nasenmuschel. Es kommt zum chronischen Schnupfen, Geschwüren auf der Zunge - bis hin zur Bronchitis und Lungenentzündung.

Am Auge entsteht eine sehr hartnäckig zu bekämpfende, schmerzhafte "Herpeskeratitis" (Hornhautentzündung).

Vorbeugung: Impfung ab der 7. Lebenswoche, dann 1 x jährliche Wiederholungsimpfung in Kombination mit der Katzenseuche-Impfung.

Die Impfung ist wegen der indirekten Übertragungsmöglichkeit auch für reine Hauskatzen notwendig.

Tollwut

Infektion: normalerweise wird das Virus über Biss übertragen. Da es sich sehr lange in verfaultem Fleisch (infizierte Mäuse, Ratten u.a.) hält, sind "Freigänger" besonders gefährdet.

Inkubationszeit: 2 - 8 Wochen, ist aber, je nach Menge des übertragenden Virus, variabel.

Klinik: Wesensveränderungen, Speicheln, Schluckbeschwerden, Lähmung, zentralnervöse Symptome, Tod.

Vorbeugung: Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen) und jährliche Impfauffrischung ist eine zwingende Vorsichtsmaßnahme.

Die Tollwutimpfung ist bei Grenzübertritt vorgeschrieben.

Leukose - Felines Leukosevirus – FeLV

Infektion: über Speichel, Blut und im Mutterleib. Das Virus gelangt über Mund-, Nase-, Augenschleimhaut in den Organismus und infiziert die Lymphozyten der örtlichen Lymphknoten. Bei guter Abwehrkraft kann die Katze hier schon eine Immunität erlangen, d.h. nicht erkranken.

Ansonsten schließt sich eine Virämie an, d.h. das Virus kreist im Blut. In diesem Stadium kann das FeLV-Virus durch den Leukosetest nachgewiesen werden. Es kann wieder eine Immunität entstehen. Wird das Virus aus der Blutbahn eliminiert, ist der Leukosetest "negativ".

Das Virus kann aber auch persistieren. Dann werden andere Organe befallen, wie z.B. die Speicheldrüsen, wo sich das Virus vermehrt und ausgeschieden wird. Es kann auch eine Virusvermehrung im Knochenmark geben. Dies verursacht zahlreiche degenerative und proliferative Reaktionen in dieser Blutbildungsstätte. Von hier aus gelangt das Virus in das Lymphgewebe des Darmes, danach in die übrigen Zellen der Blutbildungsstätten.

Die stationäre Immunität wird durch "Stress" aufgehoben und in die virämische Phase übergeführt.


Die klinische Erscheinung der Leukose ist vielseitig:

Klinisch inapparente, persistierende Infektion, ohne sichtbare Erkrankung, aber Virusausscheidung möglich.

Katzen, die nur Antikörper gegen die tumoröse Form haben (FOCMA-AK-positive Katze), aber an einer FeLV-assoziierten Erkrankung leiden.

FeLV-assoziierte Krankheiten: hier zeigt die "chronisch kranke Katze" Mattigkeit, Freßunlust, Gewichtsverlust und totale Abmagerung, eventuell Fieber.

Die Erscheinungen einer Leukoseinfektion sind:

  1. Degenerative Krankheitsbilder: Atrophie des Thymus und des lymphatischen Systems verursachen eine Immunschwäche. Die Katzen sind empfänglich für alle Infektionskrankheiten wie Katzenseuche, -schnupfen, FIP und Harnwegserkrankungen und Anämien.
  2. Immunsuppression hat Infektionskrankheiten zu Folge, auch bakterielle Zahnfleisch-, Ohren- und Lungenentzündungen.
  3. Immunreaktion: Immunkomplexe lagern sich in den Glomerula der Niere ab und führen über eine Glomerulonephritis zum Nierenversagen, oder sie lassen Muskel- und Gelenkserkrankungen entstehen.
  4. Fruchtbarkeitsstörungen: Abort, lebensschwache Welpen, Welpensterben.
  5. Neurologisches Syndrom: Nachhandlähmung, Hyperästhesie.
  6. Proliferative- und Tumorkrankheiten: das FeLV-Virus kann sich in Zellen der Blutbahn (leukämische Form), oder in Zellen außerhalb der Blutbahn (aleukämische Form) vermehren.
  7. Lymphatische Leukosen führen zu gestörtem Allgemeinbefinden und Vergrößerung der lymphozytenhaltigen Organe, wie Lymphknoten, Milz, Leber, Niere, Rückenmark, Gehirn, Darmlymphknoten und mediastinale Lymphknoten.
  8. Leukämie: meist lymphatische Leukämie, auch myeloische Leukämie.
    Klinisch auffällig ist die Blässe der Schleimhaut, Schwäche des Tieres mit leichter Erschöpfbarkeit und Atemnot.

Felines Fibrosarkom: FeSV ist eine Untergruppe des FeLV.

Es verursacht harte Knoten in der Haut und Unterhaut, die schnell anwachsen und

eine radikale operative Entfernung im frühen Tumorstadium verlangen.

Rezidive sind häufig.

Vorbeugung: FeLV-Impfung nach Leukose-Antikörper-Test.

Feline infektiöse Peritonitis (FIP) / Feline Coronaviren

Zusammengestellt aus “Krankheiten der Katze“ ( Horzinek, Schmidt, Lutz, 2003 )

FIP

ansteckende Bauchfellentzündung der Katze. Sie ist eine typische Erkrankung von Jungtieren vorwiegend aus Kollektivbeständen. Über 50% der Fälle treten bei Katzen unter einem Jahr auf, insgesamt 70% bei Katzen unter 4 Jahren.

FIP-Viren sind mit den wenig krankmachenden Felinen Coronaviren (FCoV) sehr nahe verwandt.

Ansteckung

a. FCoV

Die wichtigste Eintrittspforte ist die Nase bzw. Maulhöhle. Das Feline Coronavirus gelangt mit der Nahrung in den Darm. Durch die Darmschleimhaut gelangt es in den Blutkreislauf (Virämie). Hauptsächlich vermehrt es sich im Darm und wird mit dem Kot ausgeschieden. Die funktionierende zelluläre Abwehr eines intakten Immunsystems kann die Virusvermehrung unter Kontrolle halten.

Meist stecken sich Jungtiere durch direkten Kontakt mit der infizierten Mutter oder am Kot von symptomlosen Ausscheidern (klinisch „gesunden“ Virusträgern) an.

In Katzenzuchten oder anderen Haltungen von vielen Katzen (Tierheim etc.) sind durchschnittlich 70% der Katzen FCoV-Ausscheider.

b. FIP

Coronaviren sind besonders empfänglich gegenüber Mutationen ( Veränderung der DNA, genetische Umwandlung ). Das tödliche FIP-Virus entsteht in der Regel „zufällig“ durch Mutation eines der in der Katze schon befindlichen Coronaviren. Die Gefahr ist also größer, je mehr Viren die Katze in sich hat ( Virusload ) bzw. dann auch ausscheidet. Ist die Katze in ihrer Abwehr geschwächt ( Stress, andere Erkrankungen ), kann sich das Virus stärker vermehren.

In Einzelfällen kann das FIP-Virus allerdings auch direkt auf eine immungeschwächte Katze übertragen werden und in kurzer Zeit eine FIP auslösen.

Krankheitsverlauf

a. FCoV

Das FCoV verursacht einen Durchfall, dessen Stärke von der Körperabwehrkraft der jeweiligen Katze und der Menge der aufgenommenen Viren abhängt. Er kann mild verlaufen oder bei Welpen und sehr schwachen Katzen zum Tod führen. Fieber, Schnupfensymptome und Appetitlosigkeit können auftreten. Eine erstmalige Infektion bei erwachsenen Tieren kann völlig unauffällig sein.

b. FIP

Vornehmlich fallen Appetitlosigkeit, wiederkehrendes Fieber, Apathie und Gewichtsverlust auf. Die Schleimhäute werden blass oder gelblich. Bei der feuchten Form ist vor allem der Bauch flüssigkeitsgefüllt und erscheint dick.

Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle. FIP tritt vor allem auf, wenn gleichzeitig eine FeLV-Infektion (Felines Leukosevirus) vorhanden ist, da diese das zelluläre Immunsystem hemmt. Daher muss das humorale Immunsystem aktiver sein. Durch den starken Antikörperanstieg, der keine Schutzfunktion hat aber als Parameter für den Virusload steht, kommt es zu sog. Immunkomplexen. Diese lagern sich an kleine Gefäße und rufen dort weitere Entzündungsreaktionen hervor. Dadurch kommt es zu Gewebeschädigungen, die einen Flüssigkeitsaustritt in die Körperhöhlen verursachen.

Eine andere Form der FIP ist die trockene Form, bei der granulomatöse Ablagerungen, wie kleinste Knoten, in den Geweben zu finden sind.

Gelegentlich sind in der vorderen Augenkammer entzündliche Ablagerungen zu erkennen.

Außerdem können neurologische Symptome auftreten.

Diagnose

• Bauchpunktat: Die typische visköse, fadenziehende, gelbliche Flüssigkeit (zellarm, proteinreich) gilt als beweisend für FIP.

• Weitere einzelne Parameter allein sind nicht beweisend, daher wurde ein

FIP-Sceening entwickelt:

Blut:

Hämatologie: Anämie, Neutrophilie (Linksverschiebung), Lymphopenie

Serumchemie: ( Bilirubin, AST, Globuline erhöht; Albumin, Albumin-Globulin-Quotient erniedrigt.)

Mind. 6 veränderte Parameter beweisen eine FIP.

Bei weniger veränderten Laborparametern, wird eine Coronavirus-Antikörpertiter-Bestimmung durchgeführt. Der zusätzliche Titer > 1:1600 beweist eine FIP. Ansonsten ist die FIP weder bestätigt noch widerlegt, die Untersuchungen sollten wiederholt werden.

Immunologie: Fallen der FeLV- (Felines Leukosevirus) oder der FIV- (Felines Immunschwäche Virus) Test positiv aus, ist die FIP-Diagnose nicht mehr relevant!

Behandlung

Die Therapie eines Durchfalles durch evtl. FCoV entspricht der symptomatischen Durchfallbehandlung, wie sie auch bei Durchfällen aufgrund von Parasiten, Bakterien oder anderen Viren durchgeführt wird.

Eine Erkrankung an FIP ist nicht heilbar und verlangt von uns das Erlösen des Tieres, sobald es keine Lebensqualität mehr hat.

Vorbeugung

Vorbeugend kann eine Impfung durchgeführt werden, die sich in einer Schweizer Studie als signifikant wirksam zur Vermeidung von FIP-Fällen erwiesen hat, sofern die Katze nicht schon infiziert ist.

In Ausnahmefällen ( Immunschwäche ) kann eine Katze aber trotz Impfung an FIP erkranken.

Der Impfstoff wird in die Nase geträufelt. Daher vermehrt sich das Impfvirus nur in der Eintrittspforte, nämlich in den oberen Luftwegen der Katze, nicht im gesamten Körper.

Tragende Zuchtkatzen sollten unbedingt ca. 14 Tage vor der Geburt getrennt von anderen Katzen gehalten werden, um den Infektionsdruck (Viren im Kot der Ausscheider) zu mindern.

Bis zu einem Alter von vier Wochen sind die Katzenwelpen von den maternalen Antikörpern in der Muttermilch geschützt. Danach sinkt der Antikörperspiegel ab, was eine Infektion möglich macht.

Die mutterlose Aufzucht ab der fünften bis sechsten Lebenswoche hat sich allerdings nicht als schützend erwiesen.

Bei mehreren Katzen in einem Haushalt ist es besonders wichtig, auch mehrere Katzenklos aufzustellen und den Kot möglichst schnell zu entfernen. So wird eine Ansteckungsgefahr über das Beschnuppern von infektiösem Kot markant vermindert.

In Zuchtbeständen sollten Katzen bevorzugt werden, die bereits problemlos Jungtiere großgezogen haben.

Ist eine Katze an FIP gestorben, sollten Böden mit Haushaltsdesinfektionsmitteln gereinigt sowie Teppiche und bevorzugte Liegestellen shampooniert werden.

Das Coronavirus ist nach Austrocknung weniger als 24 Std. infektiös. Durch Desinfektionsmittel kann es inaktiviert werden.

Durch Einfrieren unter –10°C wird es allerdings auch über Monate nicht beeinflusst.

Eine neue Katze sollte erst nach einigen Wochen diese Räume betreten.

 

Kaninchen

Myxomatose

tritt im Monat Juli -August am häufigsten auf

Infektion: über Stechmücken und Kaninchenflöhe

Inkubationszeit: 3 - 5 Tage

Klinik: Entzündung der Augenlider, Rötung, Schwellung, Tränenfluss, Eiterung, später teigige Schwellung von Mund, Nase, Ohren und Gliedmaßen.

Vorbeugung: Impfung - Myxomatose alle 6 Monate.

RHD - Rabbit Hemorrhagic Disease (Hämorrhagische Kaninchenkrankheit)

Infektion: über direkten Kontakt mit anderen Hasen und indirekt über Menschen, auch über Insekten.

Inkubationszeit: 1 - 3 Tage

Klinik: plötzlicher Tod nach Aufschrei, blutiges Nasensekret - sonst Apathie, schneller Tod.

Vorbeugung: Impfung (RHD) - kein Grünfutter, zu dem Wildkkaninchen Zugang haben.